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Per GPS macht Stromer Langfingern das Leben schwer

Der ST2 S wurde in München gestohlen - und tauchte nach 24 Stunden in Prag wieder auf

Oberwangen und München - 14. April 2016

Beinahe filmreif hört sich die Geschichte an, die ein Münchner Paar aus München-Aubing zu berichten hat: Am 8. April stellten sie mit Schrecken fest, dass der Keller aufgebrochen und ihr neues Stromer E-Bike ST2 S im Wert von knapp 9.000 Euro samt Ladegerät entwendet wurde. Doch die professionellen Langfinger hatten schlechte Karten, denn die modernen E-Bikes sind mit einer speziellen Sicherung via GPS und Smartphone-Anbindung ausgestattet und können helfen, Diebstähle innerhalb kürzester Zeit aufzuklären. Dank dieses speziellen Diebstahlschutzes und der kriminalistischen Vehemenz der Besitzer, konnte das in München entwendete High-End-E-Bike innerhalb von 24 Stunden im tschechischen Prag wieder aufgespürt und zurück gegeben werden.
Der Stromer ST2 S wurde entwendet - und in Prag wieder gefunden
Der Stromer ST2 S wurde entwendet - und in Prag wieder gefunden

Das Delikt geschah in der Nacht als Susanne und Martin L. (Name geändert) am Morgen des 8. Aprils feststellten, dass ihr Keller aufgebrochen und das neue Stromer ST2 S samt Ladegerät entwendet wurde. Schnell stellte die Spurensicherung der Polizei fest, dass der Keller des Paares gezielt ausspioniert wurde  
und gab den Tatbestand an die nächste Kriminalstelle weiter.

Doch auch das E-Bike selbst wurde aktiv, denn es verfügt über eine spezielle App, die einerseits hilft Diebstählen vorzubeugen und sie im Fall des Falles schneller aufklären zu können. So aktivierte Martin L. in seinem Smartphone umgehend den Diebstahlmodus, der im Stromer-System das Bike als gestohlen meldet. Damit bekommt das E-Bike diese Information zurück und reagiert nicht nur mit einem dauerhaften Blinken der Lichter, die sich nicht mehr ausschalten lassen, sondern auch mit einer Sperre des Antriebes und zeigt dank GPS und Smartphone-Anbindung auch den aktuellen Standort an.

Ein Laden namens "Fahrrad Schrottplatz"

Im Fall des Münchner Paares kam heraus, dass sich das Stromer E-Bike bereits in Prag in einem Laden namens „Fahrrad Schrottplatz“ befinden musste. Nun war höchste Eile geboten, denn aus dem Namen des angeblichen Geschäftes war zu schließen, dass das Bike in den nächsten Stunden in seine Einzelteile zerlegt werden wird. Mit der Unterstützung von Freunden und Bekannten via Facebook brach Martin L. kurzerhand am Samstag um 4.00 Uhr morgens selbst nach Prag auf und erreichte fünf Stunden später den besagten Schrottplatz mit dem geschlossenen Geschäft. Ein orangenes Blinken im Inneren des dubiosen Ladens brachte Gewissheit, es musste das gestohlene ST2 S sein, das im Diebstahlmodus Alarm gab. Martin L. informierte sogleich die hiesige Polizeidienstelle, von der er auch die Handynummer des Inhabers des Geschäftes erhielt. Er gab sich als Interessent aus, eine spezielle Schaltgruppe vom „Fahrrad-Schrottplatz“ zu benötigen, die er gleich bezahlen und unverzüglich abholen möchte. Der Inhaber des Geschäftes ging darauf ein und Martin L. kam dieses Mal nicht alleine zum Schrottplatz zurück, sondern mit der Polizei im Schlepptau. In der Tat befand sich das besagte Stromer E-Bike vor Ort so dass Martin L. sein Bike zurück bekam und die Ermittlungen zu den Hintergründen aufgenommen wurden.
 

Der gestohlene ST2S
Fundort des gestohlenen Stromer ST2 S in Prag

Bereits 2014 konnte auf diese Weise der Diebstahl eines Stromer E-Bikes in Genf aufgeklärt werden. Mit der Stromer Diebstahlfunktion wurde nicht nur das besagte E-Bike sichergestellt, sondern bei der Gelegenheit auch rund 50 weitere hochwertige gestohlene Fahrräder, die einem internationalen Verbrecherring in die Hände fielen.
 
Es muss übrigens nicht immer so weit kommen. Die Stromer-App beinhaltet auch von vornherein einen Verriegelungsmechanismus. Ist dieser aktiviert, erfährt der Besitzer via SMS sofort, wenn sein Bike in Abwesenheit bewegt wurde. Damit kann er bei Bedarf gleich in den Diebstahlmodus switchen und potentiellen Langfinger das Verbrechen vereiteln.

 

Text: Stromer
Bilder: Mario Stützer, ElektroRad; Stromer

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