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Bei Stromer leben wir in einer Innovationskultur

Um Neues zu schaffen, muss man anders denken, um anders zu denken, muss man die Komfortzone verlassen können

Ein Gespräch mit Dominic Isenschmid, Entwickler und Product Manager
myStromer AG, Oberwangen, März 2016

Ein Unternehmen brauche grundsätzlich eine Struktur, die das Andersdenken unterstütze. Nur so sei auch die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass damit Neues entstehe. Innovationen könne man nicht verordnen, man müsse eine Innovationskultur schaffen, mit flachen oder sogar ohne Hierarchien, mit Freiräumen für alle Mitdenkenden. Nur so könnten während eines Arbeitsprozesses eigene Ideen entwickelt werden, Ideen, die zwar möglicherweise vieles auf den Kopf stellen würden. Aber genau solche Ideen müsse man als kreative Chance wahrnehmen, Opportunitäten erkennen und gemeinsam daraus Neues erschaffen. Bei Stromer würde diese Innovationskultur gelebt.

Dominic Isenschmid ist Ingenieur in Elektro- und Kommunikationstechnik, sein Gesellenstück war der Bau des Hybrid SAM II, eines dreirädrigen Brennstoffzellen-Elektro-Fahrzeuges für zwei Personen auf dem Chassis einer Kleinserie der Firma CREE. Bei Stromer ist Dominic Isenschmid als Entwickler und Product Manager tätig. Hier arbeite man unkonventionell, sei es gewohnt, ausgetretene Pfade zu verlassen, um scheinbar Unmögliches möglich zu machen. Man müsse schon über seinen Gartenzaun hinausdenken können, sich selbst und auch andere in Frage stellen, unkonventionell und hartnäckig sein, den Mut haben, Regeln zu brechen - auch wenn man damit die Komfortzone verlassen müsse. Denn es sei nicht so, dass Querdenken ein effizientes Zieldenken verhindere. Querdenken störe vielleicht während eines Prozesses, aber das sei auch gut so, weil man sich dabei überlegen müsse, ob man tatsächlich auf dem richtigen Weg sei. Das Schlimmste, was einer Firma passiere, sei, dauernd die Vergangenheit zu kopieren. So würde man Altes ungeprüft in die Zukunft mitnehmen und riskieren, genetische Fehler in neue Projekte einzubauen.

Hybrid SAM II
Hybrid SAM II - Brennstoffzellen-Elektro-Fahrzeug für zwei Personen auf dem Chassis einer Kleinserie der Firma CREE

Bewegung ist ein zentrales Bedürfnis, funktionierende Mobilität von grosser Bedeutung

Für Dominic Isenschmid stand die Welt nie still, um ihn herum war dauernd alles in Bewegung, und schon früh, sehr früh, beschäftigte er sich mit effizienten Fortbewegungsmitteln. Eines der Faszinierendesten war für ihn seit jeher das Velo. So war es auch naheliegend, dass er während seiner Ausbildung zum Ingenieur in der Berner Fachhochschule bei Thömus Veloshop jobbte und seitdem mit Thömu gemeinsame Sache macht. Er war bei der Entwicklung des Stromers von Beginn an dabei. Der Stromer habe der urbanen Mobilität neue Möglichkeiten eröffnet, sozusagen von heute auf morgen, er habe aus Velos mit Hilfsmotor eine neue Kategorie geschaffen, eine Art der individuellen Fortbewegung, die effizienter und komfortabler sei als bisherige Angebote und sich ideal mit anderen Systemen ergänzt - so zum Beispiel mit den interregionalen Angeboten des öffentlichen Verkehrs. Hier sei das Entwicklungspotenzial enorm gross, der Aufgabenbereich für eine künftig optimal funktionierende Mobilität unerschöpflich. Genau daran arbeite Stromer, es gelte, in Zukunft alle Systeme intelligent miteinander zu vernetzen.

Die neue Leichtigkeit der Fortbewegung - für das Ego und die Allgemeinheit

Dominic Isenschmid beschreibt den künftigen Stromer als persönliches, individuelles Fortbewegungsmittel und als Teil eines gemeinsam nutzbaren Vehikels von A nach B. Für Letzteres entwickle man derzeit individuelle Programme, die über eine App auf dem Smartphone abrufbar seien.  Den ureigenen Stromer werde es immer geben. Der Stromer sei das persönliche Fortbewegungsmittel von Tür zu Tür, für viele auch ein Stück Freiheit oder etwa die Möglichkeit, die Natur auf eine ganz neue Art zu erleben. Der Stromer sei nicht an limitierte Distanzen gebunden und topografische Hindernisse seien mit einer neuen Leichtigkeit überwindbar. Stromer bedeute eine Art grenzenlose Bewegungsfreiheit, könne Sport sein oder nur pure Erholung. Mit den heutigen Technologien in der Kommunikation lasse sich allerdings auch eine Flotte von Stromern so vernetzen, dass sie jederzeit einer dafür definierten Gruppe an Nutzern zur Verfügung stehe. Stromer arbeite schon heute an einem voll funktionstüchtigen Flottenmanagement und sei derzeit daran, dieses für Firmen, Dienstleistungsbetriebe und Lieferdienste auf individuelle Anforderungen hin zu optimieren. Als zentrales Werkzeug diene dafür das Smartphone, das über eine App und individuell programmierte Software alle erdenklichen Vorgaben und Wünsche erfülle.

Dominic Isenschmid

Stromer hat den Markt der E-Bikes revolutioniert und wird diese Leaderposition auch in Zunukft für sich beanspruchen

Der Weg zum Erfolg werde innovativen Unternehmen auf dem heutigen Markt nicht leicht gemacht. Der Weg der Realisation sei langwierig, bei der Produktion seien oft hohe Hürden mit zu beachtenden Vorschriften zu überwinden. Und wenn man schliesslich mit dem neuen Produkt auf den Markt käme, merke man, dass bereits eine ganze Reihe von Mitbewerbern daran seien, copy & paste zu machen. In der Entwicklung sei es darum das erste Gebot, einen erarbeiteten Vorsprung auf dem Markt konstant zu halten. Darum werde bei Stromer auch am Produkt selber fortlaufend weiterentwickelt. Bei den traditionellen Themen arbeite man ständig an der Effizienz und Leistungssteigerung des Antriebes sowie an der Kapazität und Reichweite der Akkus. Auf diesen Gebieten habe man bisher die Hausaufgaben gemacht und werde auch in Zukunft eine marktführende Rolle spielen. Neuigkeiten werde man aber auch in Sachen Fahrgefühl, Ergonomie und Bedienung präsentieren können. Der Stromer, und damit meint Dominic Isenschmid sowohl das Bike als auch den Fahrer oder die Fahrerin, werde immer auf der Poleposition stehen.

Text: Thomas Gysin, Zürich
Bilder: Micha Riechsteiner, Worb; S.A.M.Group AG (CH)

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